Sonntag, 23. April 2017

Freebook Jogging Rockers mit Freestyle

Heute habe ich mal wieder ein Upcycling-Projekt. Mein Mann hatte eine Jeans aussortiert, weil sie im Schrittbereich mehr Loch als Hose war. Und mein Sohn hat gerade akuten Bedarf an Hosen, weil er in den Himmel schießt. Da kam mir der Zufallsfund des Freebooks Jogging Rockers gerade recht. Den konnte man lt. Angaben auch aus Jeans-Stoff nähen.


Nahtzugaben inklusive - da bin ich immer Fan von. Da sieht man beim Auflegen des Schnittmusters schon gleich, ob der Stoff reicht. Und es war knapp! Bündchen wollte ich keine dranbasteln. Ich habe, obwohl zum Bund hin eine Stoffzugabe erforderlich gewesen wäre, einfach einen Tunnel genäht und 2 cm breites Gummiband eingezogen. Vorher habe ich noch eine Reißverschlussöffnung angedeutet (wie heißt das eigentlich wirklich?). Die fünfte Tasche der 5-Pocket-Jeans hat als Gesäßtasche rechts herhalten dürfen. Ebenfalls ohne Saumzugaben habe ich die mit der Overlock umsäumten Hosenbeine als Tunnel einfach eingeschlagen und festgesteppt. Darin habe ich nochmal ein schmaleres Gummiband eingezogen, damit sich der relativ leichte Jeansstoff noch ein bisschen zusammen zieht.


Da die Kniepartie bereits ein wenig dünn ausfiel, habe ich noch zwei Patches ganz freestyle-artig aufgenäht und mit "yo" und "ho" verziert. Nun springt der Jung von einem Bein aufs andere und ruft dabei auch immer "yo-ho". Passt wohl, dass ich ihn gerade zu einer Probestunde Break Dance und HipHop angemeldet habe, was? ;-)


Ich bin voll zufrieden. Denn ich habe nur etwas mehr als einen Nachmittag gebraucht, die Hose zu nähen. Zeitfresser waren einfach das Aufschneiden der alten Jeans und die Patches. Bei Bedarf bekommt er noch eine in Sweat-Variante oder wenn wieder eine Hose von meinem Mann aussortiert wird.


Schnitt: Freebook Jogging Rockers von MamaHoch2, genäht in größter Größe 122 (ich habe gern einen freiwilligen Beitrag gezahlt)
Stoff: alte Jeans vom Papa


Verlinkt bei Made4BoysKiddikram / LunaJu und Upcycling Jole Schlumpfenkinders Jeans-Upcycling.

Sonntag, 16. April 2017

Frohe OsterHASEn

Ein bisschen Osterkitsch muss wieder sein. Diesmal habe ich die zauberhaften Osterhäschen für mich entdeckt. Naja, für mich ist eigentlich nur die Näharbeit, denn verschenkt habe ich sie alle (genäht habe ich natürlich mehr als die hier gezeigten)!

Das Katzilein war auch gleich beeindruckt und mogelte sich bei den Fotoaufnahmen ins Bild. Ratzifatz genäht sind die Häschen, daher gibt es bei mir volle Punktzahl!

Da sind sie nun und ich wünsche allen Lesern ein frohes Osterfest!











Donnerstag, 13. April 2017

Osterkranz aus Stoff

Da nun wieder Ostern überraschend vor der Tür stand, wollte ich gern noch schnell ein Nähprojekt umsetzen, das ich mir schon länger gewünscht hatte. Letztes Jahr habe ich (auch auf die Schnelle) Osterhasen-Eierwärmer, die auch als Tischkdeko verwendbar sind, aus Filz genäht. Und seit längerem bewundere ich auch die bunten Stoff-Kränze für Tür und Tisch bei Pinterest.

Gearbeitet habe ich den Kranz nach dem schönen Tutorial von LotteJakob. Es ist sehr klar und verständlich und dank der eigenen Phantasie kann man sich die Abschnitte beliebig selbst einteilen.

Den optionalen Aufhänger habe ich gleich mit integriert. Den würde ich dann aber vor endgültiger Oster-Dekoration mit ein paar Heftstichen auf die grüne Unterseite verbannen. (Die würde sich dann sicher auch prächtig als Deko zu Weihnachten machen oder?)

Die Stoffe sind lang gehütete Jolijou-Schätzchen, die ich unbedingt haben musste, aber mich nie getraut hatte, sie zu verarbeiten.

Beim nächsten Mal würde ich allerdings den Innendurchmesser verkleinern und den Kranz somit etwas größer ausfallen lassen.

Wer sich gern ein ebook dazu kaufen möchte, der geht zu Farbenmix.










Bummelig verlinkt bei RUMS.
Ich hoffe, bald auf einen Strauß Tulpen zu treffen, um sie samt Vase in meinen Osternkranz stellen zu können.


Nachtrag...

Montag, 10. April 2017

Tanktop MiniSun für SuperSon ;o)

Von dem tollen Superhelden-Jersey, aus dem sich der Herr Sohn einen Geburtstags-Hoodie gewünscht hatte, lag noch ein Restchen herum. Der sollte nicht verkommen. Lieber solche Rest gleich verarbeiten... und auch noch Spaß dabei haben. Damit der Kurze zu wärmerer Jahreszeit als aktuell auch noch etwas von dem Lieblings-Stöffchen hat, passte es doch ideal, daraus ein Kurzarm-Shirt zu nähen. Auf der Suche nach Schnitten stieß ich auf den Schnitt MiniSun von aefflynS. Ein Freebook auch noch, jippie! Von aefflynS hatte ich bereits den Baby-Pucksack genäht und freute mich nun auf ein zweites Projekt.


Erfreulicherweise passte der Schnitt in Größe 122/128 (inkl. Nahtzugabe!) genau zu meinem Stoffrest. Lediglich im unteren Bereich hatte ich schon Rundungen herausgeschnitten, und die waren so perfekt aufgeteilt, dass ich das Vorder- und Rückenteil genau gegengleich mit der Rundung zuschneiden konnte. Den fehlenden Rest konnte ich mit einem türkisen Rest-Jersey von meinem Maxikleid ergänzen. Eine rote Paspel dazwischen hätte bestimmt auch toll ausgesehen, aber ich hatte keinen roten Jersey im Haus... Also musste das ohne gehen.


Das Nähen verlief ganz wunderbar. Alles fügte sich sehr gut zueinander. Die Bündchen hätte ich lieber noch etwas weniger straff gehabt. Beim nächsten Mal gebe ich einfach etwas mehr Nahtzugabe dazu. Abgesteppt habe ich jeweils mit dem Dreifach-Geradstich.


Bevor die Witterung das Tragen des Tanktops über Tag zulässt, kann Herr Sohn das Teil halt als Unterwäsche anziehen. Obwohl es ja bereits jetzt schon recht körpernah sitzt. Ach, er wird es wahrscheinlich eh nur noch zum Waschen ausziehen...


Freebook-Schnitt: MiniSun in den Größen 74/80 bis 134/140 von aefflynS
Stoff: Jersey Supahero von Hamburger Liebe, Uni-Jersey türkis von Nähstoffreich, rotes Bündchen von Lillestoff
 



Verlinkt bei KiddiKram /LunaJu und Made For Boys.

Donnerstag, 6. April 2017

Tunika Valessia als Jersey-Variante

Valessia gefiel mir gleich. Beim ersten Anblick. So ur-romantisch, mädchenhaft, verspielt. Dass Valessia auch meiner Tochter gefallen würde, dachte ich mir gleich. Wahrscheinlich ist sie wohl der Traum eines jeden (romantischen?) Mädchens.


Im Schnitt gibt es eine Variante für Webware und eine für Jersey. Ich habe mich zuerst an die Jersey-Variante gewagt. Die Webware-Version ist bereits fest für das Cousinchen-Kind in Planung. Die Jersey-Stoffwahl musste relativ spontan im Stoffladen bei Mira-kleine-Naht-ganz-groß erfolgen. Dank der sehr netten Beratung konnte ich mich kurz vor Ladenschluss auch schnell für einen Kombistoff und die Spitze entscheiden.


Das Schnittmuster selbst ließ sich super zusammenfügen und enthält auch schon 0,7 cm Nahtzugabe! Sehr komfortabel!

Die Volantweiten haben ordentlich Stoff "gefressen", aber so muss das ja auch sein. Bei den Ärmelvolants, die ebenfalls aus Jersey bestehen, habe ich das Schnittmuster in der Höhe und Breite (Achtung, liegt ja im Bruch) um je 7 cm gekürzt und ich finde, es ist noch zu lang. Da sollte man vor dem Zuschnitt selbst mal schauen, ob einem das nicht evtl. zu lang bzw. weit sein könnte. Ich hatte meine Mühe, den Stoff zu raffen, damit ich ihn an den 7/8-Ärmel nähen konnte. Sicherlich ist der Volant für Spitze oder sehr weich fallende Stoffe gedacht.


Ganz unten dran habe ich ein Festonband mit Blümchen angenäht und damit die Valessia nicht so nach Schlafanzug aussieht, musste oben dran noch eine Jersey-Schleifen-Nudel mit Knöpfchen. Nun bin ich gespannt, wie oft das fast schon festliche Kleidchen zum Einsatz kommen wird. Zumindest nach der Anprobe musste das Kind UNBEDINGT mit dem Teil in den Wald, um Elfe zu spielen. Rauschig drehen kann man sich auch darin, wie ein flatterndes Feenkind...


Schnitt: Valessia von Schnittgeflüster
Stoff: VERA Feen in Grau-Pink (Swafing), Kombi-Jersey GITTE von Swafing in Pflaume/Beere und Festonband Spitze in Weiß, alles von Mira





Verlinkt bei Made4Girls und KiddiKram/Lunaju.

Dienstag, 4. April 2017

Superhelden Party-Masken

Nachdem ich gerade den Superhelden-Geburtstagshoodie meines Sohnes gezeigt habe, muss ich doch gleich nochmal die Masken zur Superhelden-Geburtstagsparty nachlegen.

Die Idee, eine Superhelden-Party zu feiern, hatte natürlich der Herr Sohn. Die Einladungskarten haben wir zusammen bei dawanda ausgesucht. Die strategische Umsetzung dieser Super-Party überließ das Geburtstagskind dann ganz mir. Aber ich hatte relativ leichte Arbeit. Wenn man aufgrund der Jahreszeiten-typischen Witterung auf Nummer sicher gehen will, plant man was für drinnen. Der Superhelden-Papa meinte, dass ein Indoor-Spielplatz mit Vulkan das beste Umfeld sein wird. Und da bleibt ja für die Mama bekanntlich wenig an Arbeit übrig. Also musste noch ein Party-Highlight her. Im WWW stieß ich auf den tollen Blog von Jessica. Dort gibt es ausführliche Tipps für Superhelden-Capes, Masken und sonstige Basteleien mit und für Kinder.

Das Rohmaterial für die Superhelden-Masken hatte ich im Haus: Filz und Jersey-Reste sowie Hutgummi. Jessica hat normales Wäschegummiband verwendet, ich persönlich finde Hutgummi weniger auffällig und bin durch das Anknoten und individuelle Anpassen an die Kopfgröße flexibler. Die Maskenrückseiten habe ich alle aus passendfarbigem Jersey aus der Restekiste versehen. Teilweise musste ich da stückeln, aber was soll's, ist ja die Rückseite.

Iron Man, Cat Woman, Hulk und "Iron Lady"

Die Maske wird bei allen Modellen einmal außen links auf links abgesteppt. Dabei habe ich halt statt Wäschegummi, ein Stück gefaltete Zackenlitze mit eingenäht. Anschließend habe ich die Augenpartie rund herum abgesteppt. Und erst dann wurde die Augenpartie frei geschnitten. Auch die Jersey-Rückseite habe ich ganz zum Schluss erst zurück geschnitten. Das erspart viel Arbeit und man muss nicht so genau feststecken.

Spider Man, Wonder Woman und "Spider Woman"

Bei den Modellen für Spiderman und Spiderwoman muss dann das Spinnennetz aufgenäht werden. Wie das genau geht, kann man bei Jessica nochmal nachlesen. Die Maske für Hulk hat durch das Ausschneiden der Haare auch etwas Zeit in Anspruch genommen, aber dafür habe ich die Haare nur mit einer einfachen Naht festgesteppt. Für Iron-Man und Wonder-Woman muss man die Maskenvorlage dann stückweise komplett zerschneiden, man sollte sich nur überlegen, welchen Filz man zuerst zuschneiden muss.

Alle Masken für die Superheroes-League

Die Kinder haben gleich zu Party-Beginn für das Aussuchen der Superhelden-Masken Flaschendrehen gespielt und waren fortan glücklich mit ihrer auserwählten Superhelden-Rolle! Das Hutgummi wurde dann passend auf die Kopfgröße an die Zackenlitze geknotet.

Die Jersey-Rückseiten der Masken...

Die Einladungskarte zur Superparty...


Die Einladungskarten haben wir von hier. [Psst!, gibt es auch für Mädchen!]
Masken-Vorlagen: bei Jessica / cutesycrafts.com für Helden und für Heldinnen
Stoffe: Bastel-Filz und Zackenlitze aus den örtlichen Stoff- und Bastelläden, Jersey-Reste aus der Reste-Kiste, Hutgummi von Jajasio

Verlinkt bei Creadienstag, Made4Boys, Made4Girls und Kiddikram / LunaJu.

Donnerstag, 30. März 2017

Mein Angstgegner: die Hemdbluse MaCalla

Bereits im letzten Jahr direkt nach ihrem Erscheinen konnte ich nicht widerstehen. Ich MUSSTE sie haben! Die Bluse MaCalla gefiel mir ja sowas von unheimlich gut. In den tollen Schnitt hatte ich mich bei Emma von Frühstück bei Emma verliebt.


Den Schnitt habe ich dann direkt erworben und mir im Stoffgeschäft einen Blusenstoff verkaufen lassen. In die Farbkiste wollte ich damals auch greifen und habe die blaue Viskose mit roten Akzenten versehen wollen. Doch nach dem Zuschnitt des Vorder- und Rückenteils ergriff mich die Angst... Der flutschige Stoff, die Genauigkeit, die man bei Webware tunlichst einhalten sollte... So kam es dazu, dass ich seit Mai 2016 hier ein UFO auf unserem Gästebett rumliegen habe. Mit Stecknadeln im Schnittmuster und so.



Nach nun diversen Jersey-Näherfahrungen musste ich mir endlich ein Herz fassen und die Sache anpacken. Außerdem stand Besuch an und das war dann das Druckmittel Nr. 2. Denn die Schnittteile mussten vom Bett! (Den Kater hat das ja offensichtlich nie gestört. Er schlief mittendrauf, die Stecknadeln waren ihm völlig egal!)



Der Zuschnitt lag nun schon knapp 9 Monate zurück, damit musste ich mich nicht mehr aufhalten. Doch war das alles so brauchbar, was ich mir damals zurecht geschnippelt hatte?

Die Knopfleiste und der Kragen waren ja meine eigentlichen Angstgegner. Halt das A und O einer Bluse. Webware als Kleidungsstück war mir bislang auch noch nicht unter die Nadel gekommen. Doch ich muss sagen, bis auf einen klitzekleinen Patzer am Übertritt finde ich meine Knopfleiste schon gut gelungen und staune, wie so etwas möglich geworden ist?



Den Kragen habe ich nach lockerem Zusammenlegen und einigen Überlegungen auch mehr als zufriedenstellend hinbekommen! An den Ärmeln oben hatte ich auf einmal zuviel Stoff und habe spontan kleine Kellerfältchen gelegt. Mal lieber am Stoff als im Gesicht oder?! 

Und als dann am Ende alles passte! Boah, war das ein Gefühl!!! Erste Bluse, passt und gefällt mir auch noch, wie genial ist das denn bitte?!

Die Ärmelriegel sind zwar schon genäht, aber ich bin mir in der Knopfwahl noch ziemlich unsicher... Weiß? Rot? Blau? Oder ein ganz anderer Farbton??? Die Qual der Wahl und daher wird erstmal offen getragen.



Zum Schnitt möchte ich meinen, dass ich das im letzten Jahr als absoluter Anfänger wohl nicht hinbekommen hätte. Diese Anleitung hinkt aus meiner Sicht etwas hinter den mir jetzt bekannten Schnitten hinterher. Die Stoffe zwischen den Arbeitsschritten wechselten, was mich zusätzlich auch aufgrund der wilden Farbgebung irritierte. Der einfache Hinweis: "Nähe den Steg fest." ließ mich als Anfänger rätseln: Faden vernähen? Direkt am Ende beginnen oder was freilassen? Sind die Stichlängen wichtig? Jemand mit mehr Näh-Erfahrung rattert da sicherlich besser durch, ABER: ich habe es ja geschafft und bin glücklich. Der Stoff für eine zweite Bluse ist schon gekauft,yeah!





Und weil das meine Bluse ist, gehe ich damit heute zu RUMS!

Schnitt: Hemdbluse MaCalla von Kibadoo, genäht in Gr. 40
Stoff: Rayon / Viskose Momentum von Heather Bailey für Free Spirit, und Popeline Vintage Spot von Hilco